Gespräche und Körpersprache

Eine direkte Absage werden Sie in Südamerika in den seltensten Fällen erhalten. Sensibilisieren Sie Ihre Wahrnehmungsfähigkeit und lernen Sie verschlüsselte, weiche Absagen und Botschaften zu verstehen. Lernen Sie, Ihre Botschaft ebenso weich rüberzubringen, vermeiden Sie negative Aussagen, klare Absagen sowie ein direktes Nein.

Kritik richtig zu äußern, ist schon hierzulande schwierig genug. In Südamerika ist dies ein noch viel diffizileres  Thema.  Wenn Kritik nicht zu umgehen ist, dann kritisieren Sie wenigstens nicht in Anwesenheit von Dritten, verpacken Sie Kritik in Andeutungen und garnieren Sie das Ganze mit Komplimenten.

Oft kommt es auf ein Wort an

Das bei uns eingebürgerte Wort „Indio“ für die eingeborene Bevölkerung sollten wir aus unserem Sprachschatz streichen und durch „Indigena“ oder Indianer (Indians) ersetzen.

Südamerika ist ein Teil von „America“, aber gehört nicht zu den „Estados Unidos“, also den USA. Auch möchte kein Land der so genannten „Dritten Welt“ zugeordnet bzw. als Entwicklungsland bezeichnet werden. Wer Falkland-Inseln sagt und die Malwinas meint, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht mit offenen Armen in Argentinien aufgenommen wird, beweist er doch damit wenig Sensibilität. [...]